Meine Zeit in Kamerun

Familie Klemp lebte von Mai 2002 bis Juli 2007 in Nord-Kamerun. Dr. Claudia Klemp arbeitete als Chefärztin in einer Klinik, die Söhne Tobias und Fabian besuchten die französische Schule „Les Boukarous“ und Pastor Uwe Klemp war damit befasst, die theologische Fortbildung zu koordinieren.

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Uwe Klemp hat seine Erlebnisse in Kamerun festgehalten. Es ist der Ertrag einer humorvollen und zugleich ernst-besinnlichen Rückschau. Dazu sagt er selbst: „In der Zeit von 2002 bis 2007 habe ich rund 4000 E-Mails geschrieben und darin mein Leben in diesem Land
beziehungsweise auf diesem Kontinent ausgiebig beschrieben. Schöne und schwere Zeiten. Zusätzlich habe ich kurze Artikel zu bestimmten Themen verfasst. Manche Beschreibungen waren sehr umfangreich und letztlich ist daraus so etwas wie ein Tagebuch geworden. Bis jetzt habe ich ungefähr 500 Buchseiten zusammengestellt.

Im Januar und Februar 2011 waren meine Frau Claudia und ich wieder für einige Wochen in Kamerun. Afrika hatte sich nicht verändert, aber ich hatte mich verändert und sah es nun mit anderen Augen. Bei der Durchsicht der Mails aus unserer Kamerun-Zeit entdeckte ich, dass es darin immer wieder Aussagen gibt, die mein damaliges Unverständnis und meine Enttäuschungen behandeln. Hin und wieder werde ich darin beinahe ungerecht, weil ich die Zusammenhänge noch nicht begriffen hatte.

Heute weiß ich, dass weniger die kameruner Menschen und ihre Art mein Problem waren, sondern ich selber mit meiner eigenen deutschen Sicht der Dinge oft daneben lag.  Und mein Buch ist quasi eine kleine Liebeserklärung: Kamerun ist ein wunderschönes Land mit offenen Menschen, die die Musik lieben und viel lachen. Dort habe ich gute Freunde gefunden. Wenn es mir irgendwie möglich ist, werde ich immer wieder dort sein, um die Kulturen und Landschaften zu genießen und um mit den Menschen zusammen zu sein. 

Aber es ist auch ein Land mit vielen Problemen, besonders der Arbeitslosigkeit und in vielen Regionen auch der Armut. Manche Dinge sind chaotisch, besonders der Straßenverkehr, aber man kann überleben...

Und so hoffe ich, dass diese Serie für die einen ein ernsthafter Gedankenanstoß oder für die anderen wenigstens ein kurzweiliges Lesevergnügen ist, nämlich für die, die es spannend finden in die afrikanische bzw. kamerunische Welt einzutauchen.“

 

Die in unserem Gemeindebrief veröffentlichten Teile des Berichts aus Kamerun stehen hier zum Download zur Verfügung.